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Kolja, Pekinesenmischling aus Spanien, sein linkes Auge fehlt, warum ist nicht bekannt. Steckbrief Kolja Kolja war - vor seiner Zeit bei den Tierschützern
- ein Straßenhund. Er hatte wohl mal ein Herrchen das ist deutlich zu
merken, aber dann muss er eine ganze Weile auf der Straße gelebt
haben. Er war am Anfang immer auf Habacht, schlief sehr unruhig und ließ sich
auch kein Essen wegnehmen, er kann heute noch draußen nichts Essbares
liegenlassen und auch sonst kann er an nichts Essbarem vorbeigehen (d. h.
er klaut). Auch gesundheitlich haben das Leben auf der Straße bzw. sein
‚erstes’ Leben Spuren hinterlassen: er hat nur noch ein Auge, schlechte Zähne,
einen Riss in der Zunge, eine Luftgewehrkugel in der Brust und ein schiefes
Hinterbeinchen. Kolja ist ein Pekinesenmischling mit sehr viel
Pekinesengenen : Kolja hat zwei Hundeschulen, eine in der Gruppe und
eine mit Einzelunterricht erfolgreich boykottiert und wir hatten uns schon
damit abgefunden, dass unser Kleiner immer an der Leine gehen muss. Aber nein,
nach etwa einem Jahr war die Trotzphase(?) vorbei und Klein-Kolja entwickelte
sich zu einem – einigermaßen – gehorsamen Hund: ohne weitere
Erziehungsmaßnahmen beschloss dieser Hund, irgendwann brav zu sein. Er wird nie
ein perfekt erzogener Hund werden, aber man kann ihn in Wald und Feld ohne
Leine laufenlassen, wenn man damit einverstanden ist, dass er ab und an noch
mal einen kleinen eigenen Ausflug macht. Man kann dem kleinen Feger trotzdem nie richtig böse
sein, denn er sprüht vor Charme und weiß das auch einzusetzen. Draußen ist er
ein großer, wilder Hund und drinnen ist er eine ganz liebebedürftige und sehr
anhängliche Schmusebacke. Er möchte ausgiebig gekrault werden und neben einem
auf dem Sofa liegen, ein Schoßhund ist er aber nicht. Dummerweise ist er der
Meinung wir müssten merken, wenn ihm nach Schmusen zumute ist, d. h., er kommt (fast) nicht von alleine zum
Schmusen, man muss ihn holen oder sich zu ihm begeben. Und wenn man sich,
seiner Meinung nach, nicht genug um ihn kümmert, ist er beleidigt und, was noch
schlimmer ist, traurig. Fremde Hunde kläfft er erstmal an – vor allem die
großen – aber dann verträgt er sich mit allen, er braucht sie aber nicht. Kolja
ist eher ein Einzelgänger, obwohl er mit Victor, unserem zweiten Hund, sehr gut
zusammenlebt: Sie kuscheln und spielen nicht zusammen aber sie passen
aufeinander auf, warten auf den anderen, irgendwie wie ein liebevolles altes
Ehepaar. Es hat fast zwei Jahre gedauert, bis dieser kleine
Hund wirklich angekommen ist, bis wir wichtiger waren als die Mäuschen
unterwegs. Aber es war wunderschön zu erleben, wie das Vertrauen langsam
gewachsen ist, wie aus einem ungebärdigen Straßenhund ein liebevoller
Familienhund geworden ist. Kolja ist kein einfacher Hund aber wir lieben ihn sehr.
Er bereichert unser Leben ungemein, er macht viel Freude und es wird nie
langweilig mit ihm. ![]()
Steckbrief Victor Victor saß ein Jahr lang im Tierheim, keiner wollte ihn haben, denn Victor hat
ein Unscheinbarkeitsgen in sich, alle – egal ob vier- oder zweibeinig – stürzen
sich immer erst mal auf unseren zweiten Hund Kolja. Aber alle haben den Traumhund verpasst ! Victor brauchte keine Eingewöhnungszeit, er war vom
ersten Augenblick an zu Hause, hörte, lief ohne Leine, kurz: Liebe auf den ersten
Blick, auf beiden Seiten! Victor ist
ein Rudelhund, er liebt andere Hunde und er spielt gerne mit ihnen aber er braucht
Zeit zum Kennenlernen. Mit unserem zweiten Hund Kolja versteht er sich
prächtig, er lässt sich von Kolja immer zum Unsinnmachen animieren, und wenn er
– ausnahmsweise – mal selber Unsinn vorhat, dann vergewissert er sich vorher
aber, dass Kolja auch mitmacht. Ein mutiger Hund ist er nämlich nicht, ich
fürchte das hat man ihm ausgetrieben, er hat wohl Schlimmes erlebt, er hat auch
Angst vor dem Halsband und er frisst erst nach mehrmaliger Aufforderung. Aber ansonsten ist Victor ein fröhlicher Hund, immer guter Laune und beim
Spazierengehen unermüdlich. Er ist sehr verschmust, ziemlich eifersüchtig und
hängt sehr an seinen Menschen, er hat wohl immer noch Angst, dass wir wieder
verschwinden. Er geht auch, ohne uns, nicht freiwillig mit anderen Leuten
spazieren, und wenn wir nicht in seiner gewohnten Umgebung sind, bleibt er
immer in unserer unmittelbaren Nähe. Victor ist ein unkomplizierter und lieber Hund, ein Freund in allen Lebenslagen und wir lieben ihn sehr. Fotos und Steckbriefe/copyright: S. Eichhorn-Immisch (mit freundlicher Genehmigung) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein paar Dinge, die
ich so gar nicht verstehen kann Ich verstehe nicht, dass Menschen nicht hören,
was ich höre. Und dann meinen sie auch noch, ich wäre im dass Menschen all die tollen
Dinge, die ich rieche, nicht riechen können. Und wenn sie dass Menschen den ganzen
Kühlschrank voller toller Sachen haben, manchmal sogar dass Menschen nicht
verstehen, dass Schuhe für junge Hunde ein ganz tolles Spielzeug sind dass Menschen immer so an der
Leine ziehen und uns aufhalten, obwohl wir es doch so eilig dass Menschen so komisch
kommunizieren. Statt erstmal Geruchskontakt mit uns aufzunehmen, dass Menschen sich keinen anständigen Tarngeruch zulegen,
wie zum Beispiel den von Tierexkrementen oder Mist. Und Pferdeäpfel mögen sie
auch nicht, dabei sagen sie immer, dass Menschen sich nicht daran stören, wenn Müllmänner
unsere Tonnen klauen wollen oder Briefträger an unseren Postkästen rumspielen. Und was
für ein Erfolgserlebnis das ist, wenn wir bellen und diese Leute vertreiben,
begreifen sie manchmal auch nicht dass Menschen glauben, gebadet und mit stinkenden Shampoos
eingeschäumt zu werden, dass Menschen sich komische Geräte vor das Gesicht halten,
mit ihnen auf uns „zielen“ dass Menschen uns mit Spritzen und Trimmmessern und all so
einem Kram belästigen dass Menschen manchmal so wenig Instinkt und gesunden
Menschenverstand haben dass einige Menschen so lange
brauchen, um nach dem Aufstehen richtig wach zu werden Ach, eigentlich verstehe ich ganz vieles nicht und manches
mache ich auch nur, Stand August 09 |