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aktiv bisher die Buchstaben: A, B, C, D, F, I, M, S, T A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X/Y/Z B Babesiose Die Babesiose des Hundes ist in der Regel eine akute
Erkrankung des Hundes, die oft tödlich endet. Die Übertragungszeit beträgt zwei
bis drei Tage, die Inkubationszeit beträgt 1 bis 5 Wochen. Symptome sind unter anderem hohes Fieber, Apathie, Inappetenz.
Aber auch das zentrale Nervensystem kann in Mitleidenschaft gezogen werden, was
zu Bewegungsstörungen und epileptiformen Anfällen führen kann. Es kann zu
multiplem Organversagen kommen. Die Tiere sterben an Atemnot, Anämie und akutem Nierenversagen. Leider können die Erkrankungszeichen mit vielen anderen Erkrankungen verwechselt werden. Rechtzeitig erkannt ist die Erkrankung oft noch behandelbar. Aufgrund des meist akuten Verlaufs sind schnelle Diagnose und Behandlung erforderlich. Die Diagnose erfolgt durch einen Blutausstrich, eine
alleinige serologische Untersuchung reicht oft nicht aus, da im Anfangsstadium
der Erkrankung noch keine Antikörper im Blut erkennbar sind. Nur bei
chronischen Verlaufsformen der Babesiose – die es ebenfalls gibt – können
Antikörper im Blut sicher nachgewiesen werden. Die Hunde-Babesiose zeigt Ähnlichkeiten zur Malaria des
Menschen, deswegen wird sie auch Hunde-Malaria genannt. Die Babesiose ist schon lange keine „Reisekrankheit“ mehr. Eine Untersuchung des „Bundesverbandes praktizierender Tierärzte“ im Jahr 2006 hat ergeben, von 974 infizierten Hunden im Jahr 2006: 36,2 % niemals im Ausland gewesen sind 20,8 % mit ihren Haltern ins Ausland gereist sind (was nicht heißt, dass sie sich zwangsläufig dort infiziert haben) 42,9 % aus dem Ausland importiert wurden. Dass inzwischen auch Hunde, die niemals im Ausland waren,
immer häufiger mit Babesiose infiziert sind, liegt an der Ausbreitung der für
diese Erkrankung verantwortlichen Zeckenarten. Hierbei spielt auch die
Klimaerwärmung eine Rolle. Außerdem ist die Anzahl der „geeigneten“ Wirtstiere
angestiegen. (Hunde, Pferde, Wildschweine, Nager uam.). Gegner des Imports von Hunden aus dem Ausland führen gerne
an, dass ausschließlich diese importierten Hunde die infizierten Zecken
eingeschleppt hätten. Wer aber weiß, wie leicht sich bei einem
Auslandsaufenthalt kleine Krabbeltiere im Koffer verstecken und mit nach Hause
genommen werden können und zudem berücksichtigt, wie viele Waren tagtäglich per
Schiff oder LKW über Grenzen verbracht werden bzw. dass auch Wildtiere Grenzen
überschreiten, wird diese einseitige Behauptung zumindest hinterfragen. Es gibt unterschiedliche Babesiose-Erreger. In Deutschland
ist es überwiegen B. canis canis und in einzelnen Fällen auch B canis vogeli.
Bei letzterem ist der Krankheitsverlauf häufig deutlich schwächer. Andere
Babesienarten gibt es bisher ausschließlich zum Beispiel in Asien oder Afrika. Hauptüberträger ist die Auwaldzecke, die regional inzwischen auch in Deutschland je nach Region stark, bis wenig verbreitet ist und hier immer bessere Lebensbedingungen antrifft. Es gibt allerdings auch Babesiose-Erreger in anderen Zeckenarten mit unterschiedlicher Verbreitung auf der Welt. Borreliose des
Hundes Der Erreger der sogenannten Lyme-Borreliose ist ein Bakterium.
Der Überträger ist in Mitteleuropa meist der „Gemeine Holzbock“, eine häufig
vorkommende Zeckenart. Beißt eine infizierte Zecke einen Hund, dringen etwa 24
Stunden nach dem Biss die aktiven Erreger in das Tier ein. Schnelles Entfernen
von Zecken trägt also dazu bei, Erkrankungen zu vermeiden. Der Prozentsatz der
infizierten und damit krankheitsübertragenden Zecken unterscheidet sich
regional stark. Man spricht von in ganz
Deutschland durchschnittlich 30 % befallener Zecken, regional liegen die Zahlen
zwischen 5 % und 80 %. Borrelien kommen auch in Nagetieren, Wildtieren und Vögeln
vor. Es gibt Annahmen, dass Wildtiere gegen die Erkrankung weitgehend resistent
sind, was unseren domestizierten Haustieren teilweise verloren gegangen ist.
Allerdings gibt es auch eine Vielzahl von Hunden (genau genommen die Mehrheit),
die Antikörper gegen Borrelien in sich tragen, ohne jemals zu erkranken. Hunde,
deren gebildete Antikörper nicht in der Lage sind, den Erreger ausreichend zu
bekämpfen, erkranken hingegen. Da es beim Tier kaum typische Symptome für eine Borreliose
gibt, ist die Diagnose schwierig. Symptome können sein: einzelne Fieberschübe, Lethargie, Lahmheiten, Lymphknotenschwellungen, Appetitmangel, Arthritis, Hautentzündungen. In späteren Stadien auch neurologische Störungen,
Herzbeschwerden, Nierenentzündung. Es gibt mehrere Methoden, Antikörper bzw. eine Erkrankung nachzuweisen. Hier seien nur drei davon genannt: Noch lebende Zecken, die gebissen haben, können zur Untersuchung in ein Labor gesandt werden. Dies dürfte in der Praxis aber der am seltensten vorkommende Fall sein. Das Blut des Hundes kann auf Borreliose-Antikörper untersucht werden. Beim Borrelien-PCR
(Untersuchung Haut/Gelenkflüssigkeit) gelingt zwar ein schnellerer
Direktnachweis, dies ist aber nur dann sinnvoll, wenn man davon ausgehen kann,
dass das untersuchte „Material“ den Erreger in sich trägt, also bei Arthritiden
oder Hautentzündungen. In der Regel wird mit Antibiotika behandelt. Borrelien
scheinen nach bisheriger Erkenntnis keine Resistenz gegen Antibiotika zu
entwickeln. Allerdings wirkt die AB-Behandlung nicht immer, weil sich in
einigen Fällen der Erreger so gut zu „tarnen“ scheint, dass er nicht
ausreichend durch das Antibiotikum eliminiert werden kann. Häufig kommt es dann
nach einiger Zeit zur erneuten Aktivierung, insbesondere bei Tieren mit
schwachem Immunsystem. Es gibt für den Hund eine Impfung gegen Borreliose, die aber
teilweise selbst bei Tierärzten aufgrund hoher Nebenwirkungen und ihrer
Unsicherheit in der Kritik steht. Insofern werden Impfungen nur für solche
Tiere empfohlen, die sich häufig in stark epidemischen Gebieten aufhalten. Es
gibt immer wieder Berichte, dass Hunde nach einer Borreliose-Impfung schwer
erkrankten. Außerdem soll die Impfung nicht gegen alle Borrelien wirken. © Christiane Liebold-Eich Einige Fremdwörter Benigne: gutartig Bradykardie: Form der Herzrhythmusstörung, Abfall der Herzfrequenz/Pulsverlangsamung (Broncho)pneumonie: Lungenentzündung akut oder chronisch Bulbus: Augapfel Bursitis: akute oder chronische Schleimbeutelentzündung Stand Juli 2010 |